Sonntag 18. Januar 2026 um 17 Uhr
Mittwoch, 21. Januar um 19:00 Uhr
Konzert mit Mariia Pliskina, Violine
und Ling-Yu Yen, Klavier
Werke von Beethoven und Saint-Saens
Eintritt: Kollekte
Freitag, 23. Januar um 19:30 Uhr
Was ist gerecht? Und was ist bloss rechtens?
In dieser Runde begeben wir uns gemeinsam ins Spannungsfeld zwischen Recht und Gerechtigkeit und betrachten die Begrifflichkeiten aus der Sicht der Philosophie und der Jurisprudenz.
Wir loten aus, in welchem Verhältnis das formale Normensystem der Rechtsordnung und die verschiedenen Gerechtigkeitstheorien heute zueinander stehen und suchen Antworten auf Fragen wie «Muss nicht in einem Rechtsstaat das positive Recht der Gerechtigkeit möglichst nahe kommen?» und «Warum sind Laien oft unzufrieden mit der Rechtsprechung?»
«Wir hatten Gerechtigkeit erhofft, doch bekommen haben wir den Rechtsstaat», sagte die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley.
Martin Kunz im Gespräch mit den Anwälten Denise Kramer-Oswald und Andreas Kramer
Eintritt: Kollekte
Sonntag, 25. Januar 2026 um 17 Uhr
Tamangur - von Katzen und Sternen
30. Januar 2026 um 19:30 Uhr
Zur Tradition des Geschichtenerzählens
Geschichtenerzählen ist eine Tradition, die mit dem immer stärkeren Aufkommen breitgefächerter Medien allmählich in den Hintergrund gerutscht ist, heute aber wieder an Beliebtheit gewinnt.
Das lebendige Erzählen im Kontakt mit dem Publikum spielt in der Erzähltradition eine bedeutende Rolle. Beatrix Pfenninger und Brigitta Troller erzählen frei aus ihrer inneren Bilderwelt heraus und ermöglichen dadurch den Zuhörenden eigene Bilder zu kreieren.
Die Erzählerinnen erwecken Märchen, Mythen, Sagen zu neuem Leben und verbinden sie mit dem modernen Menschen. Denn so alt die Geschichten sein mögen, so aktuell und tiefmenschlich sind ihre Botschaften. Sind sie doch Spiegelungen archaischer Vorgänge der Seele und übermitteln Wahrheiten der menschlichen Entwicklung und des Zusammenlebens. Da die noch so abenteuerlichsten Geschichten meistens gut enden, erwecken sie in den Zuhörenden ein Gefühl von Zuversicht, Mut und Vertrauen. So gesehen sind Geschichten Seelennahrung pur und berichten vom gelingenden Leben.
Märchen werden oft den Kindern zugeordnet. Damit wird man ihnen aber nicht gerecht. Märchen sind entstanden durch das Weitererzählen in einer Zeit, wo noch nicht zwischen Kinder- und Erwachsenengeschichten unterschieden wurde und es keine andere Unterhaltung gab. Sie wurden in allen Kulturen in den Zelten, Hütten, Webstuben oder am Feuer erzählt. Auf diese Weise entstand das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Geborgenheit. Traditionen, Weisheiten und Werte wurden weitergegeben und aktuelle Ereignisse verarbeitet. Durch humorvolle Geschichten lernten die Zuhörenden Geschehnisse zu relativieren und gemeinsam darüber zu lachen!
Und so ist es bis heute geblieben! Die Erzählerinnen freuen sich in der speziellen Atmosphäre des Ateliers für Kunst und Philosophie das Publikum in eine Welt der Geschichten zu entführen. Musikalisch begleitet werden sie von Martin Kunz am Piano.
Mit anschliessendem Apéro. Kollekte.
Sonntag, 31. Januar 2026 um 20 Uhr
Szenisches Konzert mit Musik von Fanny Hensel, Robert Schumann, Alban Berg, Benjamin Britten, John Cage, Aribert Reimann ua. mit Texten von Simona Ryser
Simona Ryser (Sopran); Stefan Wirth (Klavier)
Stille kann zuweilen erschreckend sein. Ein Schweigen, das einbricht, die Abwesenheit von Stimmen, Geräuschen, Leben, ein im Eis erstarrter Baum, die Ruhe nach dem Sturm. «Alles still, als wäre die Welt tot», sagt Woyzeck in Georg Büchners Stück. Dann wieder kann Stille Einkehr und Trost bedeuten. Wenn alles zur Ruhe kommt. Ein Summen wiegt einen in Schlaf. In der Stille entstehen im Kopf die Lieder. In diesem Programm wird die Stille erkundet, im Dunkeln getappt, nach Tönen gesucht, bis die Kompositionen klingen, die das Phänomen der Stille auf unterschiedliche Art zeigen und erzählen. Dazwischen werden Texte zur Eigenart der Stille gelesen.
Kollekte.
Sonntag, 1. Februar 2026 um 17 Uhr
Trio Box
Claudia Ulla Binder p
Christian Weber b
Dieter Ulrich dr
Seit 1999 spielen die drei mit ungetrübter Freude zusammen, zuletzt im November 2021 im Jazzclub Moods und als Teil des Tentetts «Pack of Ten» am Jazzfestival Willisau. Zuhörer:innen heben immer wieder hervor, wie hervorragend die drei Musiker:innen aufeinander hören und wie gut sie ihre Stücke aufbauen. Offensichtlich ist auch, dass die übliche Rollenaufteilung des Klaviertrios keine Rolle mehr spielt. Aber: Wie klingt das, was in diesem gleichberechtigten Zusammenspiel entsteht? Vor den Ohren des Publikums entwickelt sich eine Musik, die viele unterschiedliche klangliche, rhythmische und melodische Elemente integriert, die bei aller Bestimmtheit der Spielenden oft auch vieldeutig ist und sich in verschiedene Richtungen zu bewegen vermag. Frei und lustvoll mit diesen Gebilden umzugehen und immer wach und für verschiedene Varianten offen zu
bleiben macht den drei MusikerInnen ganz offensichtlich Freude. Und ebenso, wenn es ihnen einmal mehr gelingt, die Zuhörenden in ihren musikalischen Mikrokosmos mitzunehmen.
Freitag, 6. Februar 2026 um 19:30 Uhr
Mäder – Berset
"Wir spielen mit Gitarre und Stimme und ergänzen diese mit Zubehör. Das ist Spielzeug, welches die Möglichkeiten unserer Instrumente bestens erweitert und unsere Fantasie belebt. Dazu kommt auch Verstärkung, nicht in erster Linie, um mehr Lautstärke zu bekommen, sondern um mit dem spannenden, teilweise fast irritierenden Wechsel zwischen dem natürlichen Raumklang und dem elektronischen zu spielen. Wir gestalten Formen, prägen Spuren, lassen Vorgänge zu, um an Erinnerung anzuknüpfen oder Fortsetzungen erahnen zu lassen. Wir freuen uns an Entdeckungen, die uns selbst überraschen. Wir freuen uns ob unseren musikalischen Erzeugnissen, die unser Kollektiv immer wieder neu beschreiben lässt."
Urban Mäder Stimme & Zubehör
Florestan Berset Gitarre, Stimme & Zubehör
Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken.
Und unter Kunst - im weitesten Sinne? Ich fand keine andere Alternative als das „Künstlerleben“, wenn man darunter so etwas wie unumschränkte Individuation verstehen will, das selbstverantwortete exploratorische Lebensunternehmen….Es geht immer um die Herbeiführung eines Entbrennens, um Momente des vollen Inneseins. (Paul Nizon.)
Was Kunst im engeren Sinne ist, versuchen wir immer wieder zu ergründen, indem wir künstlerisch tätig sind.
Wir knüpfen bei unseren Sehnsüchten an und verwandeln Scheinantworten in echte Fragen.
Wir denken nach über das, was uns angeht. Was andere Denker und Denkerinnen dazu gedacht haben. Und wir denken weiter. Und trinken dazu.
Wir sind weder Erbsenzähler noch Schamanen. Wir genießen es, uns mit den Gästen in Denkschlaufen zu verhaspeln und uns wieder daraus herauszuspinnen.
Wir sind keiner Schulmeinung verpflichtet, wir wissen nicht so genau, wie viele Götter es gibt, aber wir laden sie ein, uns zu inspirieren, falls sie nicht gerade verreist
sind.
Wir lachen gerne. Aber wir meinen es ernst.
Martin Kunz und Markus Huber
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